«Investieren und Gutes tun»

Das Kloster Fahr schlug am 24. September 2022 offiziell das nächste Kapitel in seiner 900-jährigen Geschichte auf. Priorin Irene Gassmann präsentierte den geladenen Gästen die Umnutzungsprojekte, die sich nun nach vierjähriger Vorbereitungszeit in der Umsetzung befinden.
Zu den Projekten gehören die Bäuerinnenschule, die nun zum gemeinschaftlichen Wohnen umfunktioniert wird, das Restaurant, das derzeit umgebaut wird, und der Landwirtschaftsbetrieb, der 2023 auf Bio umstellen wird.

Mit Geschäftsführer Joel Blunier und Stiftungsratspräsident Peter Augsburger war auch die PROSPERITA an der Präsentation in der Trotte des Klosters mit von der Partie. Sie trat als Investorin des Wohnprojekts und des Wirtshauses auf.

Peter Augsburger sagte an der Präsentation, dass das Projekt genau auf der Linie der Pensionskasse PROSPERITA liege. Es gehe dieser nicht nur, aber natürlich auch um die Rendite bei diesem Projekt. Mit den Investitionen könne die Pensionskasse etwas Gutes tun und gleichzeitig eine Rendite für ihre gut 5000 Versicherten erzielen.

Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung erhielt das Projekt «erfahrbar» unter der Leitung einer Initiantengruppe aus dem Limmattal und der Pensionskasse PROSPERITA 2018 den Zuschlag für die Neuausrichtung der Annexgebäude des Klosters. Das Projekt sieht vor, bestehende Nutzungen in der Gastronomie und in der Landwirtschaft zu modernisieren, gesamtheitlich auszurichten und auf eine zukunftsfähige Grundlage zu stellen. Dazu kommt mit einem christlichen, gemeinschaftlichen Mehrgenerationenwohnen in der ehemaligen Bäuerinnenschule eine zusätzliche Nutzungsform, die dem Ort angemessen ist. Der Verein «erfahrbar» hat die 16 Wohnungen anhand eines Verteilschlüssels den Bewerberinnen und Bewerbern zugeteilt. Es besteht eine Warteliste. Die PROSPERITA tritt im Projekt als Investorin auf.

Den zweiten Platz der Ausschreibung erreichte die heutige Fahr Erlebnis AG, die in ihrer Projekteingabe den Schwerpunkt auf die Bereiche Landwirtschaft und Gastronomie gelegt hatte. Das Projektteam «erfahrbar» entschied angesichts dieser Situation, ihr Projekt nicht alleine zu stemmen, sondern in Zusammenarbeit mit der Fahr Erlebnis AG umzusetzen. Zu Beginn des Jahres 2021 übernahm die Fahr Erlebnis AG, bestehend aus den drei Familien Benz, Benz und Sozzi aus Wettingen, Teile des klösterlichen Landwirtschaftsbetriebs. Auch das Restaurant wird ab 2023 von der Fahr Erlebnis AG betrieben. Andreas Benz führt den Landwirtschaftsbetrieb als Pächter. In den kommenden zwei Jahren wird er den gesamten Betrieb mit seinen 47 Hektaren Land mit Mais, Zuckerrüben, Raps und Dinkel, sowie die Obstbaufläche von 1,44 Hektaren und die Tierhaltung auf Bio umstellen. Die Fahr Erlebnis AG mit Geschäftsführerin Nicole Sozzi betreibt auf dem Klosterareal einen Hofladen und eine Sommerbeiz, im nächsten Frühling eröffnet sie das Gartenrestaurant Fährigarten. Erlebnisnachmittage und -Ferien für Kinder gehören ebenfalls zum Angebot.


Die christlich-ethische Pensionskasse