Einzigartig im Pensionkassenmarkt

Als christlich-ethische Pensionskasse werden wir zuweilen mit der berechtigten Frage konfrontiert, wie sich dieser Anspruch in der Praxis der beruflichen Vorsorge umsetzen lässt.


Im Gegensatz zu einer firmeneigenen oder einer öffentlich-rechtlichen Pensionskasse ist die PROSPERITA als offene Sammelstiftung dem Markt ausgesetzt. Die meisten Firmen und Organisationen können frei entscheiden, welche Pensionskasse ihre Vorsorgegelder verwalten soll. Darum werden sie von den unterschiedlichsten Sammelstiftungen oder den Lebensversicherungen bzw. von Versicherungsbrokern umworben. Die Angebote unterscheiden sich kostenseitig teilweise sehr stark. Während der Vergleich der Versicherungsleistungen (durch den gewünschten Vorsorgeplan definiert) und der Prämien- und Verwaltungskosten noch verhältnismässig einfach ist, liegt die Schwierigkeit vor allem bei der Beurteilung der Pensionskasse selbst.
 
Gute Position im Pensionskassenmarkt
Welche Vorsorgeeinrichtung bietet mir die grösstmögliche Sicherheit, die tiefsten Kosten und gleichzeitig die beste Verzinsung der Altersguthaben? Kennzahlen wie der Deckungsgrad, der technische Zinssatz, der Umwandlungssatz, die Verzinsung der Altersguthaben oder das Verhältnis von Aktiven zu Rentnern können dabei herangezogen werden. Sie geben Aufschluss über den Zustand und die Gesundheit einer Pensionskasse. Mit einem Deckungsgrad von 105.6% (2015), 2.5% technischem Zins, Verwaltungskosten von rund 370 Franken pro versicherte Person oder 14 Aktive auf einen Altersrentner kann sich die PROSPERITA im Markt durchaus sehen lassen. Gegenwärtig sind rund 330 Firmen und Organisationen bei unserer Stiftung angeschlossen. Tendenz steigend.
 
Christlich-ethische Anlagepolitik
Gleichzeitig stellt sich Frage, was die PROSPERITA denn von allen anderen Pensionskassen im Markt unterscheidet. Mit dem Claim „Die christlich-ethische Pensionskasse“ ist es sicher nicht getan. In Gesprächen mit potentiellen und auch bestehenden Kunden werden wir zu Recht immer wieder nach der Konkretisierung dieser Zuschreibung gefragt. In der Stiftungsurkunde von 1999 steht, dass die Unternehmens-, Anlage- und Versicherungspolitik der PROSPERITA auf christlich-ethischen Grundwerten beruhe und keine Vorhaben unterstütze, die Menschen, Tieren oder der Natur Schaden zufügen. Ausfluss davon sind die strikten Auswahl- bzw. Ausschlusskriterien in der Anlagepolitik, die von unseren Vermögensverwaltern umgesetzt werden müssen. Als zusätzliche Überprüfungsmassnahme hat der Stiftungsrat gerade im August beschlossen, die direkten Anlagen einem Nachhaltigkeits-Screening durch die ETHOS Services zu unterziehen. Im Bereich der Anlagen sind wir momentan daran, weitere Investitionsmöglichkeiten zu prüfen, wo wir unsere christliche Verantwortung stärker wahrnehmen können und wo wir für unsere Versicherten vertretbare Renditechancen sehen, so z.B. bei Private Equity oder eigenen Immobilien.
 
Immobilien-Leuchtturmprojekt geplant
Speziell bei den Immobilien eröffnen sich zur Zeit interessante Perspektiven: Mit einem Leuchtturmprojekt möchten wir das Miteinander von (gemeinschaftlichem) Wohnen und Arbeiten im kirchlichen Umfeld ermöglichen. Gleich mehrere Verhandlungen mit unterschiedlichen Kirchgemeinden sind am Laufen. Und schliesslich sind auch ein schlanker und bescheidener Verwaltungsapparat sowie eine transparente Kostenstruktur Ausdruck christlich-ethischer Verantwortung.
 
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in die PROSPERITA und wünschen Ihnen eine schöne Herbstzeit.

Joel Blunier
Geschäftsführer


Die christlich-ethische Pensionskasse